Moderne Architektur

Groningen ist für gewagte städtebauliche Maßnahmen bekannt; dazu zählt unter anderem der Bau eines ganz besonderen Museums oder die Entscheidung, auf dem Grote Markt das Forum zu erbauen. Groningen ist eine stilbewusste und mutige Stadt, und das spiegelt sich in der modernen Architektur wider.


Der „Affenfels“

Das Gebäude der niederländischen Gasunie ist ein gutes Beispiel für organische Architektur. Die Architekten Ton Alberts und Max van Huut waren der Ansicht, dass der Mensch eigentlich über drei Schutzschichten verfügt: Haut, Kleidung und Gebäude. Den Architekten zufolge sollte ein Gebäude daher ebenso bequem sein wie eine Haut, und der Nutzer sollte sich im Einklang mit seiner direkten Umgebung fühlen.


Groninger Museum

Das markanteste Gebäude Groningens ist das Groninger Museum mit seinem Potpourri aus Farben und Formen. Es liegt mitten im Wasser, wie ein Hochseeschiff, das aus Versehen in der Stadtgracht angelegt hat. Es ist ein Gebäude, an dem Sie sich niemals satt sehen werden, sondern immer wieder etwas Neues entdecken. Hauptarchitekt Alessandro Mendini hat das Gebäude in Zusammenarbeit mit de Lucchi, Starck und Coop Himmelblau entworfen.


Wall House

Das wahrscheinlich ungewöhnlichste Wohnhaus in Groningen ist das Wall House, das vom amerikanischen Architekten John Hejduk entworfen wurde. Für dieses Gebäude kommen Architekturliebhaber aus Ländern wie den USA oder Japan nach Groningen. Regelmäßig ist es für Besucher geöffnet, es finden Ausstellungen und manchmal Vorstellungen statt. An sechs Monaten im Jahr wird es von einem Künstler oder Architekten bewohnt.


Waagstraat-Komplex

Im Herzen des Groninger Zentrums liegt hinter dem Rathaus der Waagstraat-Komplex. Der vom italienischen Architekten Natalini entworfene Komplex besteht aus drei miteinander verbundenen Gebäuden. Das Goldprüfungsamt aus dem Jahre 1635 wurde in dieses Projekt integriert. Auch die verschiedenen Kunstwerke entstanden im Auftrag des Architekten und sind somit integraler Teil des Bauwerks.


Euroborg

Das Stadion des örtlichen Profifußballvereins ist im neuen Hunzepark untergebracht und ein Entwurf des Architekten Wiel Arets. Im Euroborg-Stadion haben 22.579 Menschen Platz (über 700 davon in den Skyboxen). Die Tribünen wurden in zwei Ringe unterteilt, die das Feld vollständig umschließen. Im Stadion und der Umgebung ist nicht nur Platz für Fußball, in diesem Komplex befinden sich außerdem ein Kino, Restaurants, eine Schule, ein Casino, ein Supermarkt, ein Sportcenter, Kneipen und Büroräume.


Forum

Groningen hat sehr unter dem Zweiten Weltkrieg gelitten, vor allem der Grote Markt. Mit dessen Wiederaufbau ging der ursprüngliche intime Charakter des Marktes verloren. Um der Ostseite einen neuen Impuls zu verleihen, wurden die Pläne für das Forum entwickelt. Damit soll der Grote Markt seine Proportionen aus der Vorkriegszeit und die intime Atmosphäre zurückerlangen. Auf einem neuen Platz in der Stadt wird das außergewöhnliche Gebäude des Forums errichtet.

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