Kirchen

Die Groninger Landschaft ist von jahrhundertealten Kirchen geprägt. Die historischen Gotteshäuser mit ihrer nüchternen Architektur und schlichten Einrichtung sind Zeugen der Vergangenheit, die zum Teil internationale Bekanntheit genießen, so auch der schiefste Turm Europas in Bedum.


Schiefer Turm von Bedum

Die Groninger Kirchen sind für ihre nüchterne Architektur, die schlichte Einrichtung und weltberühmte Orgeln bekannt. Die Walfriduskirche in Bedum fällt durch ihren schiefen Turm auf, der sogar noch den Turm von Pisa übertrifft. Auch die Kirche in Scheemda aus dem Jahr 1515 ist ein Kleinod. Früher diente sie den Bewohnern der Gegend als Zufluchtsort bei Unwettern und Überschwemmungen durch den Dollart.


Die Der-Aa-Kirche im Zentrum Groningens wurde wahrscheinlich um 1200 erbaut und dient heute als Veranstaltungsort für Konzerte, Ausstellungen, Geschäftsessen, Messen, Hochzeiten, Empfänge und Feste.

Die Martinikirche auf dem Grote Markt ist das Wahrzeichen Groningens. Der Martiniturm, in Groningen auch „d’Olle Grieze“ – der Alte Graue – genannt, kann individuell oder in Gruppen besichtigt werden. Den Namen verdankt der Turm seiner grauen Farbe. Mit der Turmspitze ist der Turm 97 Meter hoch. Das Fundament ist nur drei Meter tief und bestand früher komplett aus Kuhhäuten.
Die Stiftung Oude Groninger Kerken verwaltet rund sechzig Groninger Kirchen. Durch Ankauf, Restaurierung und Instandhaltung pflegt die Stiftung das Kulturerbe Groningens. Auch der Zugang zu den Kirchen wird von der Stiftung organisiert. Der Schlüssel zur Kirche kann in der Regel im Nachbarhaus abgeholt werden.


Kunst und Kultur in den Kirchen

Die Groninger Kirchen dienen als Bühnen für zahlreiche unterschiedliche Veranstaltungen. Der KunstCircuit organisiert jedes Jahr eine Reihe mit Präsentationen von Kunstwerken. Zum Sommeranfang findet in den Kirchen das Kulturfestival "Terug naar het begin" (Zurück zu den Anfängen) statt; zum Ende des Sommers gibt es die SommerJazzRadTour.


Friedhöfe

Im Zuge des Projektes "Kerken in het groen" (Kirchen im Grünen) wurden mehrere Friedhöfe vollständig restauriert. Eine Besonderheit der Groninger Friedhöfe sind die vielen Grabverse, die neben den Namen und Daten die Grabplatten zieren. Das Projekt "Op hoogte gedacht" ist ein besonderes Kunstprojekt auf Friedhöfen mit dem Ziel, durch außergewöhnliche Kunst auf die historischen Groninger Friedhöfe aufmerksam zu machen.

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